| Entwicklung der unterschiedlichen Gangarten der Pferderassen | |
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Die meisten Pferderassen haben nur die Grundgangarten (Schritt, Trab, Galopp). Die besonderen Gangarten (wie z. B. Tölt, Pass) sind nicht bei allen Rassen anzutreffen. Ein Pferd hat maximal fünf Gangarten. Das die meisten Pferderassen in nur den Grundgangarten geritten werden ist auf Zucht zurückzuführen, um leichter reitbare Pferde zu erhalten, denn jede Gangart erfordert einen anderen (zu erlernenden) Bewegungsablauf von Pferd und Reiter. Ursprünglich hatten wohl alle europäischen Pferderassen eine genetische Veranlagung für den Tölt. Töltende Pferde wurden im Mittelalter auch als "Zelter" bezeichnet. Mit dem Aufkommen der Kutschfahrerei wurden bequeme Reitpferde unwichtig und reiten unmodern. Da Tölt keine Sprungphase hat und daher im Vergleich mit einem trabenden Pferd keine adäquate Leistung erbracht werden kann, stellte sich die Pferdezucht auf Traber um.
Durch die Erfindung und Verbreitung des Autos gab es eine lange Phase der Stagnation in der Reitpferdezucht, die Gebrauchsreiterei starb. Der Pferdebestand war durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg stark dezimiert worden. Ausgehend von der klassischen, oft militärischen Reiterei gab es in Westdeutschland im Wesentlichen nur noch eine kleine elitäre Minderheit von Dressur- und Springreitern. In Ostdeutschland verblieben einige Hobbyreiter und vereinzelt Gebrauchspferde. Erst mit der Entwicklung der Freizeitreiterei wurden das Gangpferdereiten wieder populär. | |
